Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Parallelport als Soundkarte ;) So grausam es klingt
Hiho
Ein Freund von mir hat mich auf die Idee gebracht: Es gibt sehr viele alte PCs ohne Soundkarte, mit denen man aber Sound ausgeben könnte. So kam er auf diee Idee, dass man den Sound doch wunderbar über PPort und DA-Wandler auch so ausgeben könnte, nur halt in 8 Bit... haltet Ihr diese Idee (alleine Hardwaretechnisch) für durchführbar? Sind PPort und DA-Wandler schnell genug? Ich hab da keine Ahnung aber reizen würde es mich schon.
Übrigens: Das Projekt zielt auf UNIX-Systeme, was mit Windoof wird sehen wir mal.
Bin mal auf eure Meinungen gespannt.
MFG
MaLo
Na, Du bist ja lustig...
Also: Genau DIESES wurde früher in der Tat gemacht. Vor
allem, als es noch keine Soundkarten mit digitalem Output
gab. Viele alte Demos supporten "DAC at LPT", halt genau
diese Methode.
Viele Leute haben sich damals selbst so Teile für den LPT
(also den Parallelport) gebastelt - und die Klangqualität
war wirklich ziemlich gut.
Steigerungsform war eine STEREO-Version (!) dieses Teils,
die über einen weiteren Pin des LPT zwischen L/R-Kanal
umschaltete (also mit internen Latches arbeitete).
Schaltpläne für solche Teile sind vorhanden. Natürlich in
"ASCII-Grafik". Ich kann das Zeug bei Bedarf gerne mal
raussuchen.
Die einfachste Variante braucht imo nur 8 Dioden und
8 Widerstände. Die Widerstände haben dabei aufeinanderfolgend
(für den "niedrigsten" zum "höchsten" Pin) immer den halben
Widerstandswert zum vorhergehenden... (Also ein ganz
einfacher D/A-Wandler sozusagen.)
Noch was: Damals gab es sogar industriell hergestellte
Soundausgabe-Teile für den LPT. Ein evtl bekannter Name ist
das "Disney Sound Source".
Ahja, zum Schluß noch diese Info: Der Parallelport ist
definitiv schnell genug dafür. Ob D/A-Wandler schnell genug
sind - nun, es gibt schnelle und langsame D/A-Wandler...
kommt drauf an, in welcher "Samplingrate" man Sound ausgeben
will.
Habe nie verstanden, wieso man den Soundblaster-Standard
nicht in die "neue Zeit" gerettet hat, da ich ihn eigentlich
recht sinnvoll finde. Ich finds jedenfalls schon einigermaßen
bescheiden, daß heutige Peripherie oder Karten a) ohne
Treiber VÖLLIG unbrauchbar sind und b) es diese Treiber
natürlich nur für OS gibt, zu deren Benutzung man die Leute
auf diese Art nötigen will...
Diese unstandardisierte OnBoard-Soundchip-Hurzerei ist
jedenfalls gar nichts.
Wie geil ;)
Nujo wenn du noch Infos hast (egal was, Schaltpläne, Links, Fotos usw) bitte alles an malo@dasevil.de.
Danke!
Na, Du bist ja lustig...
Also: Genau DIESES wurde früher in der Tat gemacht. Vor
allem, als es noch keine Soundkarten mit digitalem Output
gab. Viele alte Demos supporten "DAC at LPT", halt genau
diese Methode.
Viele Leute haben sich damals selbst so Teile für den LPT
(also den Parallelport) gebastelt - und die Klangqualität
war wirklich ziemlich gut.
Geschmackssache. Das Problem bei dieser Art Soundausgabe ist und war das Prinzip des LPT. Erstmal gibt und gab es bei den Chips nie eine garantierte Ausgabezeit, d.h. das erzeugte Signal war voller Jitter (ganz besonders schlimm bei ALi- und NEAT-Chipsätzen, deren Sample-Times deutlich floateten).
Andererseits unterstützen die meisten älteren LPTs bzw. Chipsätze kein DMA zum Latch, was bedeutet, daß man die Soundaten per Polling zum Latch schicken muß!
Man hat das so gemacht, die kenne die Technik noch, aber sie ist grausam.
Die einfachste Variante braucht imo nur 8 Dioden und
8 Widerstände. Die Widerstände haben dabei aufeinanderfolgend
(für den "niedrigsten" zum "höchsten" Pin) immer den halben
Widerstandswert zum vorhergehenden... (Also ein ganz
einfacher D/A-Wandler sozusagen.)
Ja. Ohne Kompensation, ohne Linepegel, ohne Strombegrenzung und ohne Potentialtrennung. Ziemlich leichtsinnig, und *maximal* für Kopfhöhrer mit hoher Impedanz geeignet. Alles andere ist damit zu gefährlich für beide Seiten des Equipments!
Ahja, zum Schluß noch diese Info: Der Parallelport ist
definitiv schnell genug dafür. Ob D/A-Wandler schnell genug
sind - nun, es gibt schnelle und langsame D/A-Wandler...
kommt drauf an, in welcher "Samplingrate" man Sound ausgeben
will.
Er ist schnell genug (meist schafft er problemlos über 150KB/s), das Problem ist nur die nicht garantierte Zeit zwischen IOW aufs Latch und dem stabilen Anliegen *aller* Signale auf dem LPT. LPT ist #Strobe-gesteuert, bei vielen Chipsätzen wird das LPT-Latch aber über ein Schieberegister "gefüttert". D.h. du mußt eine Datenübernahme per #Strobe in ein Latch machen, oder es kann passieren, daß du Schiebeaktion am LPT "mithörst".
Habe nie verstanden, wieso man den Soundblaster-Standard
nicht in die "neue Zeit" gerettet hat, da ich ihn eigentlich
recht sinnvoll finde. Ich finds jedenfalls schon einigermaßen
bescheiden, daß heutige Peripherie oder Karten a) ohne
Treiber VÖLLIG unbrauchbar sind und b) es diese Treiber
natürlich nur für OS gibt, zu deren Benutzung man die Leute
auf diese Art nötigen will...
Diese unstandardisierte OnBoard-Soundchip-Hurzerei ist
jedenfalls gar nichts.
Äh. AC97 ist tatsächlich standardisiert.
Der Soundblaster Standard ist leider der absolut kleinste Nenner, den man sich vorstellen kann. Es gibt tatsächlich so etwas wie Fortschritt.
Das äußert sich in Stereo, 24 Bit Soundausgabe und höhrern Samplingraten, was zuletzt der Soundqualität zugute kommt.
Er äußert sich in DSPs, die selbstständig FFT/IFFT druchführen können (MP3 kodieren und Dekodiere), oder in Hardware-Mixern, die verschiedene Samples in mit verschiedenen Samplingraten abspielen (und glätten) können, die Filterbänke bieten. Alles das, was nicht unerheblich CPU-Last kostet.
Es gab so einen ähnlichen Ansatz schon mal, nannte sich GUS (Gravis Ultrasound). Nach Meinung vieler Leute aus der Demo- und Codingszene eine der besten Soundkarten.
vBulletin® v3.8.6, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.