Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sanyo Screen verwenden
Firefall
26.06.2008, 19:49
Ich hab da mal ne Frage. Ich habe soeben meine alte Digitalkamera etwas auseinandergeschraubt und war in der Lage, den Screen möglichst weitgehend zu "isolieren". Es scheint alles funktionstüchtig geblieben zu sein. Jetzt möchte ich diesen Screen gerne weiterbrauchen. D.h. ich möchte im Idealfall eine fertige Platine mit ROM und CPU kaufen (Nicht allzu teuer :D) die ich per USB an meinen PC anschliessen und so programmieren kann, das halt eine kleine Diashow oder so abläuft auf dem Screen. Ich habe leider keine Ahnung, ob das so einfach möglich ist und auch nicht, wie man die Anschlüsse des Screens nennt. Habe deshalb mal ein (zugegeben unscharfes) Bild angehängt. Vom Screen weiss ich nur, das er von Sanyo kommt. Auf der Rückseite ist noch ne Seriennnummer, falls das hilft. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen :) Bin für alle Tips dankbar!
FireBird2002
27.06.2008, 18:37
Du hättest die Digi-Cam behalten sollen, die Qualität kann kaum schlechter sein als die o.g. Bilder.
Das Display wird sichrlich irgendwo Typmarkierungen haben, die solltest du posten.
Eine andere Hilfe könnte die Ausgangs-CPU sein, schau mal nach, ob du irgendwo größere ICs in der Umgebung des Connectors auf dem "Motherboard" findest.
Aus beiden Informationen kann man evtl. das Protokoll ableiten, welches benutzt wird (BT.656, LVDS, 32bit parallel, DVI, proprietär, etc.).
Ansonsten hilft nur die Abhören der Signalleitungen und versuchen die Sync-Signale, Taktung und Datenleitungen zu finden.
Firefall
01.07.2008, 18:28
Ok, auf dem Screen steht auf der Rückseite 202CEXB 816A18C. CPU sieht so aus:
SANYO
Japan
SR802TMK25H
9805 K017AAuf der Platine steht ausserdem NTSC/PAL. Das sagt aber meiner Meinung nach nicht so viel aus... Hoffe diese Infos helfen weiter :) Leitet sich das "Protokoll" denn nicht quasi vom Kabel ab? Werden da echt noch mehrere Protokolle entwickelt für solche Kabel?
FireBird2002
01.07.2008, 19:51
Ich habe leider nichts brauchbares (außer den üblichen Wiederverkäufern) zu der CPU finden können. D.h. höchstwahrscheinlich ist das ein ASIC für den Camera-Hersteller. Du könntest allerhöschstens mal bei Sanyo anfragen, ob es dazu ein paar Datenblätter gibt.
Die Nummern auf dem Display ergaben nichts. Da hilft nur noch Oszi dranhalten und die Signale durchmessen. Wenn du sehr viel Glück hast ist es analoges Video (PAL/NTSC). Wenn du weniger Glück hast BT.656. und gnaz Pech hättest du bei LVDS oder irgendwas proprietärem.
Das Kabel ist übrigens komplett egal, solange es den für die Signale passenden Wellenwiderstand hat. Über kurze Strecken kann man Video auch über Klingeldraht übertragen...
Es gibt zwar mittlerweile n->inf. Videostandards (PAL, NTSC, SECAM, Bt.656, LVDS, Firewire, SDI, HDSDI, GigE Vision, CameraLink um nur einige wenige zu nennen) aber innerhalb von Geräten gibt es noch mehr proprietäres. Vielleicht kannst du ja den Controller mitbenutzen, indem du den CCD-Chip emulierst?
Firefall
01.07.2008, 21:12
Ich habe leider nichts brauchbares (außer den üblichen Wiederverkäufern) zu der CPU finden können. D.h. höchstwahrscheinlich ist das ein ASIC für den Camera-Hersteller. Du könntest allerhöschstens mal bei Sanyo anfragen, ob es dazu ein paar Datenblätter gibt.
Die Nummern auf dem Display ergaben nichts. Da hilft nur noch Oszi dranhalten und die Signale durchmessen. Wenn du sehr viel Glück hast ist es analoges Video (PAL/NTSC). Wenn du weniger Glück hast BT.656. und gnaz Pech hättest du bei LVDS oder irgendwas proprietärem.Okay, schade... Habe eben noch gesehen, dass beim Screen auf der Seite
0AE2HL
FOOII--steht, vielleicht hilft ja das noch weiter? Ansonsten werde ich mal eine Anfrage bei Sanyo versuchen, glaube aber nicht daran, dass ich da eine Antwort kriege...
Vielleicht kannst du ja den Controller mitbenutzen, indem du den CCD-Chip emulierst?Kannst du das mal näher erklären? Also für mich ist einfach das Hauptproblem meinen Code quasi auf die Platine zu kriegen. Das Ding ist voll funktionsfähig. Aber einen USB-Anschluss hat es leider nicht. Daher sehe ich meine Chancen das Ding so umzuprogrammieren ziemlich klein...
FireBird2002
02.07.2008, 20:04
0AE2HL
FOOII--
Ich glaube nicht, dass das ein Produkt Code ist.
Kannst du das mal näher erklären? Also für mich ist einfach das Hauptproblem meinen Code quasi auf die Platine zu kriegen. Das Ding ist voll funktionsfähig. Aber einen USB-Anschluss hat es leider nicht. Daher sehe ich meine Chancen das Ding so umzuprogrammieren ziemlich klein...
Ich meinte damit, dass du eventuell ein Video als quasi CCD-Emulation einspielen könntest. Also quasi CCD weg, Video rein. Das Video kann irgendwoher erzeugt sein, z.b. Microcontroller mit USB, DSP, FPGA o.ä..aber dann kann man sich auch gleich nen Display bei Pollin o.ä. kaufen...
Firefall
02.07.2008, 20:31
Hmmm, tönt auch gut... Habe gerade gesehen das es da recht billige Displays gibt... Dachte die kosten mehr. Ich dachte an die zwei obersten: http://www.pollin.de/shop/produkt.php?ts=0&p=OTg4OTk4 Wieviele Farben hat sowas? Ist das überhaupt farbig? So spontan würde ich sagen die üblichen 4 Milliarden... Aber irgendwie glaube ich nicht daran, dass man das für 20€ mit 800 x 600 Pixeln bekommt... Was bräuchte ich dann noch alles dazu um da ein Bild drauf zu kriegen? Kann man da ne fertige Platine mit CPU, ROM, Anschlüssen für Screen und USB und Batterie/Akkuhalter kaufen? Womit programmiert man dann das Teil und was für Kapazitäten haben die Dinger? Darf ich von einem ROM irgendwie 64 MB oder so erwarten oder passen da (zu nem normalen Preis) nur ein paar KB rein?
Hmmm, tönt auch gut... Habe gerade gesehen das es da recht billige Displays gibt... Dachte die kosten mehr. Ich dachte an die zwei obersten: http://www.pollin.de/shop/produkt.php?ts=0&p=OTg4OTk4 Wieviele Farben hat sowas? Ist das überhaupt farbig? So spontan würde ich sagen die üblichen 4 Milliarden... Aber irgendwie glaube ich nicht daran, dass man das für 20€ mit 800 x 600 Pixeln bekommt... Was bräuchte ich dann noch alles dazu um da ein Bild drauf zu kriegen? Kann man da ne fertige Platine mit CPU, ROM, Anschlüssen für Screen und USB und Batterie/Akkuhalter kaufen? Womit programmiert man dann das Teil und was für Kapazitäten haben die Dinger? Darf ich von einem ROM irgendwie 64 MB oder so erwarten oder passen da (zu nem normalen Preis) nur ein paar KB rein?
Oh je... Pollin...
Ich hoffe, dir ist klar, daß das irgendwelche Restposten sind... Und der Satz "Keine weiteren Informationen vorhanden" sollte einem auch zu denken geben.
Zumal, DSTN-Displays sind einerseits nicht unhakelig in der Ansteuerung, vergleichsweise dick, weisen einen ziemlich hohen Stromverbrauch auf und sind sehr, sehr, sehr langsam. Die Farben sind flau und sehr winkelabhängig. Alles in allem ist DSTN Technik von vorgestern - und zum Glück schon fast ausgestorben. DSTN-Displays haben in der Regel bis zu 4096 Farben (4 Bit pro Farbe), in seltenen Fällen 262144 (6 Bit pro Farbe).
Auch hier liegt, wie schon bei deinem vorigen Display, das Problem in der Schnittstelle. Du hast da keine Information und eine große Bandbreite von Möglichkeiten, von verschiedenen Pegeln mal ganz abgesehen.
Zu deinem anderen, kleinen Display. Dir ist der kleine, zweite Stecker aufgefallen? Der ist für das Backlight, also die Hintergrundbeleuchtung. Im Falle, daß ein CCFL-Backlight zum Einsatz kommt, brauchst du einen passenden Inverter.
Bei vielen Displays muß auch noch Vcom beachtet werden, daß ist eine Kompensationsspannung, die normalerweise über Pegelshifting erzeugt werden muß. Hier bist du wiederum auf Herstellerinformationen angewiesen, was Gain und Shift angeht. Bei fehlendem Vcom hast du ein Fading, das Bild säuft ab, entweder Richtung schwarz oder weiß. Ist Gain falsch eingestellt, stimmt der Kontrast nicht mehr, bei falschem Shift neigen Displays zu Zeilenflimmern mit mehr oder wenig deutlicher Zeilenstruktur. Für ein nur halbwegs annehmbares Bild, muß Vcom richtig eingestellt werden.
Mein Vorschlag wäre, ein Display mit bekannten Spezifikationen zu verwenden. Das spart Ärger und Zeit. Die Daten eines Displays durch reverse Engineering herausfinden zu wollen artet in Sysiphusarbeit aus.
Im besten Fall eines funktionierenden Aufbaus könnte man die Daten und die Ansteuerung mittels eines Oszilloskops und Try-and-error noch rekonstruieren, aber ein blankes Display auf dem Tisch ist wie ein toter Fisch. Wenn man nicht aufpasst fängt er an zu stinken.
Firefall
07.07.2008, 12:42
Okay, kannst du oder sonstwer mir dann ne Seite nennen, wo ich alles was ich brauche herbekomme? Ich werde da irgendwie nicht fündig, weiss aber auch nicht so genau wonach ich suchen soll... Habe schon EarthLCD oder sowas gefunden, die verkaufen anscheinend so in etwa das was ich mir vorstelle, aber ist dann doch schon zu sehr eine Fertiglösung. Also nochmals zur Wiederholung: Ich möchte einen Screen mit ca 320 * 240 Pixeln oder sowas in der Art, Diagonale zwischen 2" und 3". Dazu ne Platine mit Prozessor, ROM, Batterie/Akkuhalter, USB-Anschluss und was ich sonst noch brauche um den Screen anzusteuern, sowie eine Software um das ganze zu programmieren. Vllt. noch wichtig: Ich bin aus der Schweiz.
Okay, kannst du oder sonstwer mir dann ne Seite nennen, wo ich alles was ich brauche herbekomme? Ich werde da irgendwie nicht fündig, weiss aber auch nicht so genau wonach ich suchen soll... Habe schon EarthLCD oder sowas gefunden, die verkaufen anscheinend so in etwa das was ich mir vorstelle, aber ist dann doch schon zu sehr eine Fertiglösung. Also nochmals zur Wiederholung: Ich möchte einen Screen mit ca 320 * 240 Pixeln oder sowas in der Art, Diagonale zwischen 2" und 3". Dazu ne Platine mit Prozessor, ROM, Batterie/Akkuhalter, USB-Anschluss und was ich sonst noch brauche um den Screen anzusteuern, sowie eine Software um das ganze zu programmieren. Vllt. noch wichtig: Ich bin aus der Schweiz.
Ich habe recht gute Erfahrungen mit Densitron (http://www.densitron.com) gemacht. Die sind auf Displays spezialisiert, im besonderen haben die auch OLEDs im Angebot. Ok, ich komme aus einer anderen -- technologischen -- Ecke, dort dürfen Bauteile auch was *kosten*, wenn die Qualität, der Support und die Doku stimmt. Das ist bei Densitron gegeben. Der Vorteil von Modulen, ganz besonders auch von OLEDs, ist, daß sie eigentlich alle notwendige enthalten und sich einfach ansprechen lassen. Doku und Datenblätter bekommt man auf der Webseite.
Firefall
08.07.2008, 11:23
Ich habe recht gute Erfahrungen mit Densitron (http://www.densitron.com) gemacht. Die sind auf Displays spezialisiert, im besonderen haben die auch OLEDs im Angebot. Ok, ich komme aus einer anderen -- technologischen -- Ecke, dort dürfen Bauteile auch was *kosten*, wenn die Qualität, der Support und die Doku stimmt. Das ist bei Densitron gegeben. Der Vorteil von Modulen, ganz besonders auch von OLEDs, ist, daß sie eigentlich alle notwendige enthalten und sich einfach ansprechen lassen. Doku und Datenblätter bekommt man auf der Webseite.
Danke, sieht gut aus! Also eines von diesen Dingern: http://www.densitron.com/Displays/Displays.aspx?nCategoryID=41 enthält alles was ich brauche? Sehe ich das richtig, dass die mit einer Knopfbatterie arbeiten? Oder woher kommt der Strom? Stelle mir das etwas komisch vor, einen LCD mit sonem Miniteil zu betreiben. Das läuft ja nur 5 Minuten...
FireBird2002
08.07.2008, 18:47
Ich sehe hier keinerlei Stromversorgung,ich gehe daher stark davon aus, dass die Module die Stromversorgung über USB bekommen, wahrscheinlich auch wahlweise über die Steckerleisten.
Zum Thema Display-Technologien: Allgemein gibt es immer zum Teil gravierende Vor- und Nachteile div. Display-Technologien. LCDs haben im allgemeinen einen schlechten max. Blickwinkel und einen schlechten Kontrast, sind also bei Sonneneinstrahlung schlecht lesbar. Dafür ist je nach Beleuchtungstyp die Lebensdauer recht gut (Bei LED-Beleuchtung ca. 100000 h). Bei OLEDs ist es andersrum. Diese erreichen anfangs einen hohen Kontrast, gute max. Blickwinkel und einen brauchbaren Kontrast. Der Nachteil ist allerdings die Haltbarkeit. OLEDs haben nur ca. 10000h Lebensdauer. Außerdem haben OLEDs einen hohen Alterungseffekt. Die Leuchtdichte nimmt, abhängig von der Farbeund der Zeit ab. Daraus ergibt sich
Ein Einbrenneffekt Eine Veränderung der Farbtemperatur Ein Helligkeitsverlust
Für eine vernünftige Qualität müssen alle Farbkanäle abgleichbar sein. Für einen produktiven Einsatz sind OLEDs vorzualtern.
Ich denke, dass die OLED-Technologie noch Zeit benötigt um wirklich für viele Anwendungsbereiche zuverlässig zu funktionieren.
Ich sehe hier keinerlei Stromversorgung,ich gehe daher stark davon aus, dass die Module die Stromversorgung über USB bekommen, wahrscheinlich auch wahlweise über die Steckerleisten.
Über die Steckerleiste
Zum Thema Display-Technologien: Allgemein gibt es immer zum Teil gravierende Vor- und Nachteile div. Display-Technologien. LCDs haben im allgemeinen einen schlechten max. Blickwinkel und einen schlechten Kontrast, sind also bei Sonneneinstrahlung schlecht lesbar. Dafür ist je nach Beleuchtungstyp die Lebensdauer recht gut (Bei LED-Beleuchtung ca. 100000 h). Bei OLEDs ist es andersrum. Diese erreichen anfangs einen hohen Kontrast, gute max. Blickwinkel und einen brauchbaren Kontrast. Der Nachteil ist allerdings die Haltbarkeit. OLEDs haben nur ca. 10000h Lebensdauer. Außerdem haben OLEDs einen hohen Alterungseffekt. Die Leuchtdichte nimmt, abhängig von der Farbeund der Zeit ab. Daraus ergibt sich
Ein Einbrenneffekt
Eine Veränderung der Farbtemperatur
Ein Helligkeitsverlust
Für eine vernünftige Qualität müssen alle Farbkanäle abgleichbar sein. Für einen produktiven Einsatz sind OLEDs vorzualtern.
Ich denke, dass die OLED-Technologie noch Zeit benötigt um wirklich für viele Anwendungsbereiche zuverlässig zu funktionieren.
Na, OLEDs haben sich schon deutlich verbessert. Den Nachteilen der OLEDs stehen aber deutliche Vorteile gegenüber. Einseits macht die Technik der OLEDs eine Hintergrundbeleuchtung und deren Ansteuerung überflüssig - das Display ist selbstleuchtend. Andererseits ergibt sich daraus ein sehr niedriger Stromverbauch bei sehr kleinem Formfaktor, da das Backlight komplett entfallen kann (und damit die Inverter der TFTs, die auch heute noch Ärger bereiten). Die LCD-Technologie macht derweil auch schon Fortschritte, mit der Integration von LED-Backlights statt CCFLs. Auch hat sich im Bereich der roten Farbe (die erschien bei OLEDs gern orangestichig) und der Lebensdauer was getan, der Schwarzwert ist unerreicht, der Kontrast ist sehr gut, auch wenn die Helligkeit nicht gegen die voll ausgeleuchteter LCDs anstinken kann.
Übrigens hat Densitron auch TFTs im Angebot, auch wenn es dort auch andere interessante Mitbewerber gibt, wie Sharp, Mitsubishi, Hitachi, Toshiba, und die "Taiwanbande" (PrimeView und Co).
Data-Modul hat auch interessante Displays im Angebot, ich finde sie persönlich jedoch deutlich überteuert.
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