Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer macht die Oberfläche?
maulwurf
23.10.2003, 19:45
Hi,
mich würd mal interessieren, wer bei euch für die Oberfläche eurer Anwendung verantwortlich ist.
Macht ihr euch vorher Gedanken darüber? Habt ihr vielleicht *etwa* sogar ein eigenes äthetisches Empfinden? ;)
Macht ihr die Anordnung der Elemente instinktiv? Interessiert euch die Benutzbarkeit überhaupt oder kommt es euch nur auf das Ergebnis und die entsprechenden Funktionen an?
ich finde die anordnung von controls is relativ klar. man kommt ja nich auf die idee oben als erstes nen cancel button und dann ganz unten den ok button hinzupacken. guis müssen immer sich immer von selbst erklären.
dabei gibts einen grundsatz. die erste eingabe wird oben links die letzte unten rechts gemacht (ok button). das liegt einfach daran weil man gewohnt is (vom lesen) von links nach rechts und von oben nach unten zu gehn.
so seh ich das jedenfalls :)
kritik is willkommen *g*
beim designen gehe ich schon ganz klar meinen/den allg. richtlinien nach.. d.h z.b der ok-button hat eine klar definierte höhe und breite und alles was nicht dieser norm entspricht empfinde ich als "unschön".. aber auch bei den meisten anderen controls halte ich es so ...
das ist z.b auch ein grund warum bei mir linux nie mit x läuft.. die opensource-entwickler meinen einfach, sie können ihre buttons usw. so platzieren/designen wie sie gerade lust haben :\
StoreMaster
23.10.2003, 21:36
ja, eigentlich versuch ichs auch schön von li oben nach re unten und halbwegs schön strukturiert anzuordnen.
gelingt mir leider nicht immer....
wozu grafische oberflächen? ;) falls es mal eine geben muss, dann ist sie natürlich schön strukturiert. was zusammen gehört, wird auch klar sichtbar abgetrennt. ok- und cancel-knöpfchen sind immer unten, da wo sie hingehören ;)
Jan Krüger
23.10.2003, 22:13
Wenn man sich an allgemeine Standards hält und aus den Stärken und Schwächen anderer und seinen eigenen Schwächen lernt, ist es, denke ich, durchaus möglich, selber sehr gute Oberflächen zu entwickeln. Natürlich gilt wie überall sonst auch: je mehr Erfahrung man hat, desto besser.
Ich werde demnächst studiumsbedingt auch die vollständigen wissenschaftlichen Hintergründe dazulernen. :)
Ich hasse es, wenn ein Programm den ganzen Bildschirm mit Minifenstern vollkleistert (siehe z. B. PhotoShop). Warum sieht man das eigentlich so oft? Feste Toolbars sind besser.
Das mit den Minifenstern wirst du zu schätzen lernen, wenn du mal mit mehr als einem Monitor arbeitest ;)
Auf Monitor 1 das Bild, auf Monitor 2 die Minifenster :)
Jan Krüger
24.10.2003, 10:10
Soweit ich weiß, sind die Minifenster in den neueren Photoshop-Versionen andockbar.
butterkeks
24.10.2003, 12:08
Die Minifenster sind ganz ok, sie sind so flexibel wie toolbars, lassen sich sogar noch kleiner machen und haben dennoch mehr funktionalität (bzw. man muss nicht extra noch ein Fenster für Parameter öffnen, das dann u.U. auch noch Modal ist und man es ganz schließen muss, nur weil man ein Maß vergessen hat).
naja, mich stören diese minifenster auch!
vorallem bei photoshop, denn diese verdecken die ganze zeit die arbeitsfläche.. wenn schon solche minifenster, dann sollte man sie so wie in visual studios an rändern andocken können und somit wie toolbars den arbeitsbereich verkleinern..
so long
cYrus
butterkeks
24.10.2003, 13:41
Ähm...
Bei PS haben die so kleine Buttons oben dran, schon bemerkt?
Original geschrieben von butterkeks
[..] schon bemerkt?
nein, muss mal schauen.. benutze aber eigentlich auch kein PS ;)
Was bei GUIs auch furchtbar nervt: Fenster, die die Hintergrundfarbe auf "system default" setzen, aber die Vordergrundfarbe auf schwarz. Bei mir ist die Hintergrundfarbe dunkelgrau...
Das hier (http://qwertycode.virtualave.net/temp/Untitled2.png) ist für mich ein Beispiel für ein gutes GUI: Keine rumfliegenden und sich überlappenden Fenster, alles hat seinen Platz, man muss nicht immer wieder was verschieben damit man an was anderes rankommt. Die einzelnen "Abteilungen" in den Toolbars kann man einklappen und verstecken. Das Prog benutzt auch nicht das standard Windoze MDI System, sondern ein eigenes. Minimieren/maximieren gibt's nicht, das Bild was man bearbeitet nimmt immer den ganzen Workspace-Platz ein. Mit so einem UI kann ich mich viel besser auf das konzentrieren was ich machen will. (Das einzige was ein bisschen nervt ist der Skin, den man nicht ändern oder abschalten kann, aber ist ja nicht allzu grell)
Mein ja nur :) Kommt natürlich drauf an was es für ein Programm ist. Für ein Programm das nicht dazu gedacht ist dass man sich mehr oder weniger ausschließlich darauf konzentriert ist es nix. Was meint ihr dazu?
Zu deinem Bild -> Die kleinen Buttons würden mich bei längerer Arbeit nerven.
Solange man nicht übertreibt, störren mich überlappenden Fenster nicht.
Standardmäßig sind sie doppelt so groß, ich hab sie klein gestellt. :)
windmaster
30.10.2003, 10:55
Ich halte das so, dass ich alle Fenster die nicht benutzt werden bei meinen Anwendungen automatisch minimiere, wenn es statische sind schließ ich die meist sogar gleich.
Was wichtig ist am GUI ist das es ne klare Bedinung gibt, die sich selbst erklärt
also als ich als Webprogrammierer gearbeitet hab da hab ich von der Designabteilung eine statische HTML-Vorlage bekommen und hab dann die dynamischen PHP-Teile dementsprechend eingebaut. Heute programmier ich Delphi und da kommt es darauf an. Wenn ich Portierungen machen muss dann halte ich mich an der Vorlage damit sich die Mitarbeiter nicht umstellen müssen. Bei Neuentwicklungen achte ich vor allem auf intuitive Designs. Es sollte immer direkt klar sein was bei welchem Button passiert usw.
So generell gibt es einige Richtlinien und zwei Industrie-Normen (DIN und IEEE), was so oberflächen Design angeht.
Generell geht es auch darum, dass eine Oberfläche "Zielgruppengerecht" und Anpassbar ist.
Was z. B. bei Photoshop entscheident ist, ist die Flexible oberfläche. Ab dem Moment, wo man 2 Bildschirme nutzt, fängt man an, die freie oberflächengestaltung zu lieben. (Hat auch Vorteile bei der Softwareentwicklung, auf einer Seite der code auf der anderen Seite die Anwendung) a.s.o.
Grundsätzlich sind Fragen, die sich bei mir stellen:
- Wer arbeitet mit der Software?
- Wie arbeitet dieser jemand?
- Welche Funktionen benötigt man schnell und welche eher selten?
- Wie gruppiere ich funktionen so, dass sie für verschiedenene Anwendungen leicht zugänglich sind (wenn verschiedene Anwendungen gefordert sind)
Abschließend gibt es noch ein paar Ergonimie-Anforderungen bezüglich Farben, anordnung von Standart-Elementen, ect. (Benutzererwartung / Bedienbarkeit).
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