Fernstudium anfangen oder Programmiersprachen im Selbststudium

#1
Hallo miteinander :)

ganz frisch an Board, deshalb kurz zu mir: Gerade 33 geworden, ausgebildete Mediengestalterin, angestellt als Druckvorstufenzofe und Mädchen für alles..

Ich bin am grübeln, wie es weitergehen soll und erhoffe mir ein paar Be- und Entkräftigungen meiner Vorhaben.

Zum Jahreswechsel habe ich aus dem Bauch heraus entschlossen eine Programmiersprache zu erlernen und bin bei Python gelandet. Das gefällt mir sehr gut und ich bleibe auf jeden Fall am Ball. Hoffe ich ;)
Dabei treibe ich vermehrt die Frage vor mir her, wie es die nächsten Jahre weitergehen soll und habe mir zwei Möglichkeiten zurecht gelegt. Ich schwanke, je nach Tagesform zwischen beiden Varianten. Ändern soll sich auf jeden Fall etwas, da ich nicht wirklich zufrieden bin.

Bis jetzt:
Bild- und Textbearbeitung mit Adobe CS; alles andere ist Herstellerspezifisch(Druckbogenmontage) und soll irgendwann auch aus meinem Berufsalltag verschwinden.


A)
- Pythonkenntnisse vertiefen
- HTML, CSS und JavaScript draufsatteln
- fiktive Projekte und, für Vereine etc. unentgeltlich erstellte, Webpräsenzen als Portfolio bereitstellen

-----> Somit hätte ich nach etwa 2-4 Jahren (Glauben, kein Wissen) als Aushängeschild:
"Mediengestalterin mit Kenntnissen in 3-4 Programmiersprachen, Adobe CS und Erfahrung mit Erstellung und Betreuung folgender Projekte"


B)
- Onlinestudium an der Beuth in Wirtschafts- oder Medieninformatik (Dauer in Teilzeit: 5-7 Jahre :oops:)
- Pythonkenntnisse kaum vertieft, da viel weniger Zeit übrig
- JavaScript wird während des Studiums als Hauptsprache verwendet, HTML und CSS fallen erstmal komplett weg, insofern es nicht im Studium behandelt wird

-----> Somit hätte ich nach etwa 5-7 Jahren als Aushängeschild:
"B.SC. Informatik mit Kenntnissen in 1-2 Programmiersprachen, Adobe CS und wenig Erfahrung"


Meine Überlegungen dazu:
Die Unterschiede sind , ohne Literatur etc., etwa 3500€ Mehrkosten und der stark erhöhte Zeitaufwand für das Studium.
Mit Variante A wäre ich flexibler und kann selbst bestimmen, wohin die Reise gehen soll.
Variante B hat eben den Bachelor zum Vorzeigen, da für viele Dino-Arbeitgeber Scheine alles bedeuten und in Stellenanzeigen nach Studienabschlüssen gefragt wird, ehe das Aufgabengebiet auch nur Erwähnung findet.

Dazu kann ich noch mehr schreiben, aber das liest doch keiner bis zum Ende :p

Der Bewerbungsschluss für das Sommersemester ist der 15. Januar. :eek:


Macht es also Sinn ein eher allgemeines Studium dranzuhängen oder sollte ich mir selbst gefragte Kenntnisse beibringen.

Über begründete Tendenzen wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüße
Kristin
 

German

Well-Known Member
c-b Experte
#2
Meine 2 Cents zu dem Thema:
Ich habe beruflich gar nichts mit IT zu tun, darum komme ich mit meinem gefährlichen Halbwissen aus Selbststudium ganz gut klar - weil, für Hobby ist es einfach egal ob mir das eine oder andere an Basiswissen fehlt. Das eine oder andere lernt man automatisch durch Schmerz ;)
Ansonsten: Es ist grundsätzlich völlig egal welche Programmiersprache du lernst, da es beim Programmieren nur peripher darum geht die Sprache selbst zu beherrschen. Nützt dir nämlich überhaupt nichts, wenn du nicht in der Lage bist ein Problem zu erfassen und in Algorithmen umzusetzen die zur Lösung führen. Darauf kommt es an, und dafür bekommst du die Basis in einem Studium. Die Sprache ist dann nur für unterschiedliche Anwendungsbereiche spezialisiert und bietet dir die entsprechenden Werkzeuge. That's it.
 

dominikb

Well-Known Member
c-b Experte
#3
In welchem Tätigkeitsbereich möchtest du denn später mal arbeiten? Weiterhin in der Mediengestaltung bleiben, eher verstärkt programmieren?
 
#4
Nabend,

das mit den Algorithmen und Methodik ist sicher ein Argument, jedoch gibt es ja diverse Kurse, ob nun free oder pay, die Problemstellungen angehen und somit auch verschiedene Herangehensweisen und notwendige Überlegungen vermitteln.

In der Medienwelt möchte ich natürlich bleiben. Jedoch ist das so weit gefächert.. ich bin zwar als Mediengestalterin angestellt, jedoch hat das je nach Fachrichtung garnichts mit Medien im Allgemeinverständnis zu tun. Manche sitzen nur am Telefon und verkaufen Anzeigen oder entwickeln den ganzen Tag Druckplatten :mauer:
Ich für meinen Teil möchte auf lange Sicht das wenige Kreative in meinem Alltag ausbauen und die Druckbogenmontage und Proofing durch die Programmierabteilung ersetzen. In welche Richtung das dann letztendlich geht, kann ich derzeit nicht sagen, ändern soll sich auf jeden Fall etwas. Da machen sich Informatik- und Programmierkenntnisse nicht schlecht und es ist keine 180° Wende, ich sitze ja schon am Rechner :p

Ich werde mich wohl erstmal für Medieninformatik eintragen und die Bestätigungsphase für weitere Überlegungen nutzen. Vielleicht ein bis zwei Semester antesten und zur Not mit ein paar hundert Euro Verlust bei Abbruch leben.. mmh :rolleyes:
 

AGGROStar1991

Well-Known Member
c-b Experte
#5
Meine Erfahrung mit Onlinestudium, Fernstudium etc ist eher düster. Ich hab noch nicht einen gesehen, der aus sowas kommt und sein Fach auch nur annähernd auf dem Level eines üblichen Studenten des selben Fachs beherrschen würde. Selbst lernen ist da schon völlig in Ordnung, aber wenn du selbst das im Job angeben willst solltest du es vernünftig können, da hilft "ach wenn es mal weh tut ists nicht so schlimm" eher wenig. Da ist Projektmanagement wichtig ( das hilft auch bei Einzelprojekten!), Disziplin und Fachkenntnisse in Informatik und weiteren Toolchains. Darauf sollte man achten. und aus dem Stand ohne sinnvolle Vorkenntnisse wird das eher so 5+ Jahre dauern. Einfach weil zum Programmieren so daß es arbeitstauglich ist viel Stoff gehört, aber auch Erfahrung die nur mit der Zeit kommt.
 
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